Ausstellung - Der Geschichts- und Heimatverein Trochtelfingen zeigt Menschen und Veränderungen in den Stadtteilen auf

Zeitgeschichte in Bildern

VON GABRIELE LEIPPERT

TROCHTELFINGEN-MÄGERKINGEN. Diese Fotos vermögen ihre Betrachter wirklich zu fesseln, denn sie zeigen Menschen aus dem Ort bei der Arbeit, ganze Fußballmannschaften, verschiedene Jahrgänge von Konfirmanden, Schulklassen und Kindergartenkindern, Feuerwehrleute, die stolz ein neues Fahrzeug präsentieren, aber auch Blasmusikkapellen, die bei einem Probewochenende ihre Instrumente bespielen.

 

FOTO: Gabriele Leippert

Und es fehlen nicht Bauernhöfe, ganze Straßenzüge oder Firmengebäude, die es so heute nicht mehr gibt. Mehrere hundert Fotos und Dokumente aus allen Lebensbereichen haben die Mitglieder des Geschichts- und Heimatverein Trochtelfingen über eineinhalb Jahre lang zusammengetragen und daraus diese unglaublich umfangreiche Ausstellung »Trochtelfinger Stadtteile im Wandel der Zeiten« zusammengestellt.

Gezeigt wird darin, wie sich Mägerkingen, Steinhilben, Wilsingen, Hausen und Haid in den letzten Jahrzehnten entwickelt und verändert haben. Auch fehlen nicht Bilder vom Bau des Lauchertsees oder des Hochwassers von 2013. Die Schau in einzelne Bereiche unterteilt und je Ortschaft auch farblich gekennzeichnet, damit sich die Besucher in der enormen Fülle leichter zurecht finden.

Trotz der Menge nicht komplett

Erstmals war die Gesamtschau am Wochenende in der Festhalle in Mägerkingen zu erleben: in den nächsten Monaten werden die Bilder in Teilbereichen im Museum am Hohen Turm im Städtle gezeigt. In den Vorjahren habe ja Trochtelfingen als Stadt im Fokus zweier Ausstellungen des Geschichts- und Heimatvereins gestanden, betonte Bernhard Klingenstein, weshalb man sich nun dazu entschlossen habe, auch die Ortsteile zu präsentieren. Das Material für die jetzige Ausstellung sei immer mehr gewachsen, sagte der Vorsitzende, sodass sie in der Größe nicht mehr in die Vereinsräume gepasst habe. Daher also der Entschluss, zunächst eine Gesamtschau zu präsentieren und danach Einzelausstellungen. Trotz der Menge der Bilder seien nicht alle Bereiche abgedeckt, bedauerte Bernhard Klingenstein das Fehlen von Fotos zu einzelnen Themen und forderte die Besucher auf, eventuelle Fehler bei den Bildunterschriften dem Geschichtsverein zu melden.

Bernhard Klingenstein dankt allen Beteiligten an dieser Präsentation: den Bürgern, die Bilder geliefert und den Ortsvorstehern, die organisatorisch mitgewirkt haben, allen Vereinen und vor allem den Ortschronisten, »die die Bilder wirklich über viele Jahre zusammengetragen« hätten. Peter Maier wiederum lobte den Vorsitzenden des Trochtelfinger Geschichts- und Heimatvereins als einem »unermüdlichen Schaffer, der sich mit Ausdauer viel Mühe und Arbeit aufgeladen hat, um den Besuchern einen Einblick in das Leben der Ortsteile zu ermöglichen.«

Für die rund siebzig Tafeln, auf denen die Dokumente und Bilder fixiert sind, habe der Verein tief in die Tasche greifen müssen, vergas Volker Preuß nicht hinzufügen: »Aber so haben es kommende Generationen leichter, die Historie fortzuführen«, sagte er. Dass es den Geschichts- und Heimatverein überhaupt gibt in seiner Stadt, darüber freute sich Bürgermeister Christoph Niesler, der von der Ausstellung mehr als begeistert ist. »Klasse finde ich, dass jetzt auch mal die Ortsteile in den Vordergrund gerückt werden«, betonte der Bürgermeister.

Die erste Einzelausstellung wird vom 20. November bis Ende April nächsten Jahres gezeigt, und ist an jedem zweiten Sonntag eines Monats von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Die Zeiträume für die folgenden Teile 2 und 3 werden rechtzeitig bekannt gegeben. (GEA)

 

 

 

 

 


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